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Ewige Liebe

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Es war gerade erst Valentinstag, der Tag der Lebenden und Liebenden, und ich kann den Tag nicht verstreichen lassen, ohne mich ein bisschen in den Spirit des Valentinstages einzufügen und etwas dazu zu schreiben.
Ich bin eine große Freundin der Liebe. Das meine ich ganz ohne jede Übertreibung - ich liebe die Liebe.
Ich bin vor allem fasziniert von der Kraft der Liebe. Nichts kann derart Berge bewegen und einem einen ganz neuen Elan geben, wie wenn im Blick des Gegenübers echte Wärme, echte Zuneigung, echte Liebe zu sehen.
Dementsprechend bricht es mir das Herz, zu sehen, wie oft sich dieser Kraft verwehrt wird.
Denn nie, nie, ist diese Kraft stärker, als wenn diese Wärme, diese Zuneigung, diese echte, wärmende, strahlende Liebe, von einem selbst ausgeht.
Sich selbst zu lieben ist so unabdingbar, und der erste Schritt dazu besteht darin, sich kennenzulernen. Gemeint ist damit nicht zu wissen, ob Wirsing einem schmeckt oder nicht, sondern zu lernen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören u…

Tugend

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Nettigkeit ist eine Tugend. Das ist sie wirklich, das habe ich früh gelernt. Nettigkeit wärmt das Gegenüber im wahrsten Sinne des Wortes und lässt ihn mit einem besseren Gefühl zurück. Dieses Gefühl habe ich schon immer bei anderen Menschen hinterlassen wollen - wenn jemand Zeit mit mir verbracht hat, wollte ich immer, dass es ihm hinterher etwas besser geht.
"Geh mit einem Lächeln in die Welt hinaus und du bekommst immer ein Lächeln zurück."
Nach diesem Mantra habe ich gelebt, oder zumindest leben wollen.
Ich habe unangenehmen Begegnungen immer mit Nettigkeit oder zumindest mit einem "Das verschieben wir auf einen anderen Tag" verharmlost. Ich habe das eine ganze Weile so aufrechterhalten können, aber ich kam irgendwann zu dem Punkt, an dem ich mir eingestehen musste, dass mein optimistisches, wohlkalkuliertes Mantra nicht aufgeht.
Ich bin im Zuge dieser ganzen Erfahrungen, dieser Leute, die mir näher kommen, als mir lieb ist, der Leute die meine Haare unaufgeford…

Mein Ding

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Der Grundtenor irgendwelcher Selbstfindungs- und Inspirationsseiten lautet in der Regel in etwa: "Lass dich von anderen nicht beeinflussen, du kannst entscheiden, wer du sein willst!"
Das ist ein wichtiger Punkt, der für mich in jedes Mindset gehört, und den man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen soll. Sein eigener Herr zu sein und zu sehen, dass man nicht in allem von anderen abhängig ist und nicht immer auf den Applaus anderer warten und hoffen sollte, um sich bestätigt zu fühlen, ist absolut unabdingbar für jeden Einzelnen von uns.
So weit war ich schon gekommen.
Was wenn ich aber sage, dass das nicht alles ist?
Es gibt noch einen Stolperstein, einen ziemlich großen, wie ich finde. Einen, der für Künstler und Personen des öffentlichen Lebens bestimmt noch schwieriger sein muss, aber der generell ziemlich unausweichlich ist.
Sich selbst definieren.
Die allermeisten von uns werden im Lauf des Lebens - sogar relativ früh meistens - für irgendwas bekannt. Ich bin tatsächl…

Mosaik

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Es ist Silvester, die letzte Nacht des Jahres.
Ich stehe mit meinen Freunden unten an der Straße, wir sehen uns das Feuerwerk an, wir halten Wunderkerzen in den Händen, halten einander und halten Handys fest, mit dem wir alles einzufangen versuchen: Das Chaos - die Unterhaltungsfetzen, weil wir uns alle beim Geschichtenerzählen überschlagen und gegenseitig ins Wort fallen, Gelächter, Geschubse, Kreischen, wenn man vor einem Böller wegläuft, der einem zu nah gekommen ist, "Oooohs" und "Aaaaahs", wenn das Feuerwerk mal wieder besonders hübsch aussieht.
Das Zischen, wenn eine Rakete aus einer leeren Sektflasche in den Himmel schießt.
Dann - für einen kurzen Moment - wird unser Rhythmus unisono, unsere Gespräche ebben ab und wir fallen in den Countdown ein:
10...9...8...
Wir halten uns alle fest, Arm in Arm stehen wir und sehen in den Himmel herauf, ein buntes Schauspiel, endlose Lichter und Farben erleuchten den Himmel.
7...6...5...
Wir raunen und flüstern uns zu: "…

Weihnachtsfest

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Das Christkind hat die Erde besucht. Und wird auch gebührend willkommen geheißen - alle Welt feiert Weihnachten. Mittlerweile hat sich für mich aber eines grundlegend verändert: Die Dinge auf die ich mich an Weihnachten so freue.
Für mich war Weihnachten so lange unterbewusst abgespeichert als das Fest der ungeteilten Aufmerksamkeit, das Fest des Essens und das Fest der Geschenke.
Nichts hat mir mehr gefallen, als diesem Tag alles abzuverlangen was ging. Aber ich habe in den letzten Jahren neue Prioritäten gesetzt; Geben ist das Neue nehmen.
Ich liebe das Essen an Weihnachten nach wie vor, versteht mich nicht falsch, aber mittlerweile ist es für mich das Größte geworden, das Essen zu kochen. Mit meinen Mädels zu kochen, während wir nebenbei Musik hören, mitsingen und tanzen - der altbekannte Wahnsinn, wie ich es liebevoll nenne - mache ich am allerliebsten, nie vergeht die Zeit schneller als bei diesem Lach- und Tanzmarathon.
Ich liebe es mittlerweile auch vom Zentrum des Geschehens a…

Note to Self: Input - Output.

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Es ist wieder an der Zeit. Die Tage werden dunkel, du bist öfter zu Hause und weißt nicht was du tun sollst, es passiert nichts, alles scheint stehen zu bleiben. Gleichzeitig erschließt sich dir so viel Neues - vielleicht ist es Lethargie, vielleicht Unvermögen, vielleicht Angst, aber du weißt nicht, wie und wo du so viele neue Ideen umsetzen sollst. Oder ob du sie überhaupt umsetzen solltest.

Input. Output.

Sei ein bisschen egoistisch, stell dich selbst an erste Stelle, wenn du das brauchst, verbring Zeit allein, erde dich. Zieh durch die Straßen, lass den Sonnenuntergang auf dich wirken, beobachte. Lausche den Autos und den Vögeln, dem Lachen und den Unterhaltungen um dich herum, hör zu, was deine Umgebung dir sagen will. Input.
Steh auf, mach Sport, meditiere, mach Yoga, schrei, stampfe, gib die Energie wieder ab, die du in der Natur aufgenommen hast. Output.
Hör Musik, lies Bücher, sieh dir Filme an, lies dir Texte durch, Gedichte, Literatur - alt wie neu, bekannt wie unbekannt, …

The Good Hair

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Immer wieder denke ich an Beyoncé's "Sorry" aus dem Album "Lemonade". Ein absolut geniales Lied, wie ich finde, auch nach Jahren höre ich das immer wieder gern.
Was mach an dem Lied allerdings beschäftigt - abgesehen vom gesamten BLM-Movement - ist die Aussage ''Becky with the good hair''. Wenn man das hört, hab man automatisch ein weißes Mädchen vor sich, klar, da spielt der Name Becky schon viel mit rein. Aber was mich stört ist, dass man auch das ''good hair'' damit assoziiert. Ich bin lange auch diesem Gedankenmuster gefolgt, hab mich selbst bemitleidet, weil ich eine glatten, oder zumindest lockige statt krause Haare hab. Meine einzige Möglichkeit, mich so zu fühlen, als hätte ich ansatzweise ''Good Hair'', hatte ich, wenn ich mir die Haare hab machen lassen, wenn ich mit die Haare hab flechten lassen, oder sie in irgendeiner Form geglättet habe. Ich bin dann noch häufig auf meine Haare angesprochen worden, a…