Au naturel


"Komisch. Verfilzt. Dreckig."
Diese Kommentare hörte ich schon des Öfteren über eine Sache.
Das Haar schwarzer Mädchen.
Was hab ich mich von solchen Sprüchen beeindrucken lassen, Haare chemisch geglättet, damit die Haare glatt sind, obwohl mir der Kopf fast weggeätzt ist, Haare immer unter irgendwelchen Frisuren versteckt. Die Ansichtsweise einiger Leute über meine Haare angenommen und meine Haare eben mitgehasst. Diese Haare, die so davon abweichen, was dem westlichen Schönheitsstandard entspricht. Versteht mich nicht falsch, es gab auch gute Leute. Freundinnen, die mich motiviert haben und gefiert haben, dass meine Haare sind, wie sie sind. Leute, die mir Komplimente dafür gemacht haben; aber es ist leider immer das schlechte, das im Gedächtnis hängen bleibt. Aber die mediale Präsenz meiner 4C Haare wird größer, ich sehe meine Haare immer öfter, bei Bloggern, auf Instagram, auf Laufstegen und roten Teppichen. Ich sehe, wie großartig Lupita Nyong'o und Maria Borges aussehen. Wie stolz sie sind, diese Haare zu haben. Ich verstehe, dass ich und meine Schwestern genauso gesegnet sind. Es ist großartig zu sehen, wie schwarze Mädchen für ihr Aussehen nicht mehr bemitleidet, sondern gefeiert werden, wie es sich gehört. Dass das Schwarzsein gefeiert und nicht verachtet wird. Das anerkannt wird, verschiedene Schönheitsideale zu haben. Dass "Au Naturel" überall verschieden aussieht. Und ich liebe es. Versteht mich nicht falsch, ich trage immer noch gerne verschiedene Frisuren, aber mittlerweile hat sich etwas verändert. Mittlerweile geht es mir ums ausprobieren, nicht ums verstecken. Denn ich habe verstanden. Es ist schön sich selbst zu feiern.
Meine Haare sind Kunst, meine Haare sind schön, meine Haare sind genau richtig wie sie sind.


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